Eine lange Reise bis und mit dem E-Tandem

Im August 2021 wurden wir darüber informiert, dass Aktion Mensch unseren Fördertrag auf ein E-Tandem unterstützt – vielen herzlichen Dank an dieser Stelle! Nachdem wir für die Antragsstellung bereits einige Recherchen rund um E-Tandem angestellt hatten, ging es an die konkrete Umsetzung. Wie aber kommt das Wohnheim Frankenhöhe nun zu seinem E-Tandem? In einem ersten Schritt mussten wir einen Händler finden. Uns war wichtig, dass wir mit dem Händler einen zuverlässigen und regionalen Ansprechpartner haben. Und so gelangten wir nach einer persönlichen Empfehlung an das Fahrradhaus Rückert in Dottenheim. Dort wurde unsere erste, unbeholfene Anfrage superschnell beantwortet und nach einigen Klärungspunkten haben wir uns für das Model Twinny entschieden. Nun ging es an die Konfigurierung, die einer Kaffeebestellung bei Starbucks glich. Rahmenhöhe (tall, grande oder venti), Motorstärke (mild bis extra stark), Farbe (schwarz oder weiß) und unzählige mögliche Extras. Dank der kompetenten Beratung des Fahrradhauses konnten wir dann alle relevanten Entscheidungen rund um das Tandem treffen und die Bestellung freigeben. Dann hieß es warten. Wer in der aktuellen Corona-Zeit schon einmal Fahrzeugteile oder ein E-Bike bestellt hat, weiß, dass es dann gut ein Jahr dauern kann, bis alles verfügbar ist.

Wir hatten aber sehr viel Glück und so kam nach gut drei Monaten schon der Anruf: Das Tandem ist da und kann abgeholt werden. Ende November war es dann so weit. So wurden wir, ein Teilnehmer und ein Arbeitstherapeut der Gartengruppe sowie die Einrichtungsleitung, nach Dottenheim, ließen uns eine Einweisung geben und mussten dann alleine den Rückweg im wahrsten Sinne des Wortes antreten. Während die Einrichtungsleitung gemütlich mit dem Auto zurückfuhr, testeten die beiden Herren das E-Tandem gleich aus und radelten die gut 15 Kilometer zurück ins Wohnheim. Die Fahrt war doch etwas gewöhnungsbedürftig, hat aber sehr viel Spaß gemacht. Schon die erste Fahrt hat klargemacht, dass sich beide Fahrer extrem viel Vertrauen entgegenbringen müssen, um das Ziel gemeinsam zu erreichen. Ein sehr schönes Sinnbild für die tägliche Arbeit in unserer Einrichtung, die aus ganz viel Beziehungsarbeit besteht.

Nachdem wir ein passendes Plätzchen für das Tandem gefunden haben, musste zuerst einmal eine für alle verständliche Bedienungsanleitung und – Arbeitssicherheit lässt grüßen – eine Sicherheitsunterweisung geschrieben werden. Nachdem dann auch alle organisatorischen Fragen geklärt worden sind, steht das E-Tandem nun all unseren Klient*innen und Mitarbeiter*innen zur Verfügung.

Leider erlauben die aktuellen Temperaturen derzeit keine große Nutzung des Tandems. Sobald es die Temperaturen jedoch zulassen, werden wir unser neues Angebot gut bewerben und planen unter anderem folgende Aktivitäten:

  • Einweisung und Probefahrten unserer Mitarbeiter*innen aus dem Betreuungsbereich (ca. 35 Personen)
  • Vorstellung und Probefahrten für unsere Klient*innen der besonderen Wohnform (48 Personen) und des ambulant betreuten Wohnens (bis 30 Personen)
  • Nutzung des Tandems im Rahmen der Arbeitstherapie, in Freizeitgruppen sowie in der individuellen Freizeitgestaltung zur Bewegungsförderung
  • Begleitete Trainings zur Förderung der Verkehrssicherheit auf dem Fahrrad
  • Vorstellung des Tandems im AWO Ortsverein, u.a. zur Gewinnung ehrenamtlicher Mitarbeiter*innen für Freizeitangebote

Den vorliegenden Bericht werden wir auf unserer einrichtungsinternen Website veröffentlichen. Zudem planen wir einen Erfahrungsbericht zum Tandem in einer unserer nächsten Ausgaben der Heimzeitung, der allen Klient*innen, Mitarbeiter*innen, Angehörigen und wichtigen externen Partnern zugestellt wird und auch auf der Website zugänglich sein wird.

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Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

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